Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz veröffentlicht

Die Richtlinie (EU) 2019/1023 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 über Restrukturierung und Insolvenz ist am 26. Juni im Amtsblatt (L 172/18) veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Nun beginnt die zweijährige Umsetzungsfrist.
Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz

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Kreditwerbung: Bank darf Pflichtangabe nicht in winziger Fußnote verstecken

Eine Bank darf für Kredite im Internet nicht mit einem Best-Zinssatz werben, die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu den Konditionen aber lediglich in einer winzigen Fußnote auf der Folgeseite platzieren. Das hat das Landgericht Düsseldorf nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die Santander Consumer Bank AG entschieden.

BAG Schuldnerberatung posioniert sich eindeutig für eine gesetzliche Regelung von Inkassokosten

Der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung hat in einem Schreiben an den Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Gerd Billen, auf die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen zur Begrenzung von Inkassokosten hingewiesen.

Anlass waren öffentliche Ankündigungen von Staatsekretär Billen, noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Dieses Vorhaben begrüßte der Vorstand der BAG SB nun ausdrücklich. Die jahrzehntelangen Bemühungen, die Inkassobranche zu regulieren, seien gescheitert.

Den Plänen des Branchenverbandes BDIU, eine Selbstverpflichtung (Code of Conduct) zu installieren, erteilt die BAG SB aufgrund der schlechten Erfahrungen mit der Selbstverpflichtung der Bankenverbände zum “Girokonto für jedermann”, eine Absage.

Inhaltlich schließt sich die BAG SB “vollumfänglich” den Vorschlägen des AK Inkassowatch und des Instituts für Finanzdienstleistungen an.

“Wichtig erscheint uns auch noch einmal darauf hinzuweisen, dass solch ein Gesetz

• eine Gebührenordnung für die Inkassobranche beinhalten muss, die speziell das auf Kosteneinsparung ausgerichtete Massengeschäft der Branche berücksichtigen sollte,

• ein Transparenzgebot enthalten muss, das auch Schuldner_innen, die sich nicht in einem Beratungsprozess befinden, eine Übersichtlichkeit der Inkasso-Korrespondenz ermöglicht, aus der klar der Ursprungsgläubiger und alle an dem jeweiligen Forderungseinzug (auch in der Vergangenheit) beschäftigten Institutionen hervorgehen

• Aus den bisherigen positiven Erfahrungen mit dem Basiskonto sollte eine entsprechende staatliche Institution wie z. B. das BaFin Aufsichtsbehörde und Beschwerdestelle zugleich werden, um Verstößen gegen das Gesetz schnell entgegen treten zu können.”

Das Schreiben ging in ähnlicher Form auch an Rita Hagl-Kehl (BMJV), Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD), Prof. Dr. Heribert Hirte (CDU) und Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen), die im April auf dem BDIU Kongress zum Code of Conduct an einer Podiumsdiskussion teilgenommen hatten, sowie an Amira Mohamed Ali (LINKE)

ETFs –

   
 

ETF – den Durchblick behalten

Das Angebot an börsengehandelten Indexfonds (ETfs) wächst, Nach Angaben der Stiftung Warentest sind in Deutschland rund 1400 ETF an der Börse notiert. ETFs sind das Finanzprodukt der Stunde: transparent, günstig und einfach zu verstehen. Wie behalten Anleger aber den Durchblick? „Sie müssen sich selber die Frage stellen: Was will ich für einen ETF haben?“, sagt Prof. Ingrid Größl, Vorständin des instituts für finanzdienstleistungen e.V. (iff) in Hamburg. Das setzt voraus, dass sich Anleger mit dem Index beschäftigen, den der ETF abbildet – und ein paar Fragen klären.

Wie viele Werte sind in dem Index zusammengefasst?

„Je breiter der Index ist, desto geringer ist das Risiko, dass einzelne Werte für größere Rückgänge sorgen können“, erklärt Prof. Größl. Daher seien ein Index und die entsprechenden ETFs mit 50 Werten riskanter als ein Index mit 500 Werten. Zudem sollte der Index auch mehrere Länder und Branchen umfassen. Maßstab ist dafür oft der MSCI Word oder der MSCI All Cou,ntry World der auch Aktien von Unternehmen aus Schwellenländer enthält. Ein ETF-Portfolio sollte auf breite weltweit streunenden Fonds aufgebaut sein und erst darauf aufbauend spezieller werden.

Was kostet ein ETF?

Grundsätzlich sind Indexfonds günstiger als gemanagte Produkte. Die Spanne liegt bei 0,1 bis 0,5 Prozent. Zum Kauf eines ETFs brauchen Anleger zudem ein Wertpapierdepot. Günstig sind meist Online-Depots.

Wie ist der ETF aufgebaut?

Wichtig in jedem Fall: „Sie müssen sich mit ihrer Risikobereitschaft auseinandersetzen“, rät Prof. Größl. Wer in schlechten Zeiten an das Geld heran muss, muss auch Verluste dann realisieren. „Ihr Anlagehorizont sollte deshalb mindestens zehn Jahre betragen.“

Der vollständige dpa-Artikel in der „Volksstimme“  

Der Beitrag ETFs – erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

iff-Überschuldungsradar 2019/13 von Kerstin Herzog: „Nicht-Nutzung von Schuldenberatung“

Das institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) hat einen neuen Überschuldungsradar (vormals: Überschuldungsschlaglicht) veröffentlicht. Kerstin Herzog befasst sich mit der Nicht-Nutzung von Schuldenberatung.

„Warum sollten sich Fachkräfte aus der Schuldenberatung oder sozialpolitische Akteure mit der Nichtnutzung der Schuldenberatung beschäftigen? Haben die Schuldenbe-ratungsstellen nicht eher mit einer zu hohen Nachfrage bei knappen Ressourcen zu kämpfen, und sind somit diejenigen, die das Angebot nicht in Anspruch nehmen, verzichtbar? Im Folgenden wird argumentiert, dass ganz im Gegenteil die Erkenntnisse aus der Nichtnutzung der Schuldenberatung relevant für die Diskussion um deren „Qualitäten“ sind.“