<p>Die Deutsche Bundesbank hat die Schaffung eines Nationalen Bargeldforums angekündigt. Das neue Format soll ab kommendem Jahr Antworten erarbeiten, wie unter anderem der leichte Zugang zu und die flächendeckende Akzeptanz von Bargeld in Deutschland auch künftig sichergestellt werden kann. </p>
<p>Endlich umsetzen, was bereits im Gesetz steht: Banken und Sparkassen müssen Schäden erstatten, wenn Verbraucher:innen Opfer von Betrug werden. Der Gesetzgeber muss die Überarbeitung der Zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie nutzen, um vor allem Bankkund:innen besser zu schützen. </p>
<p>In einer zunehmend digitalisierten Welt wird Bargeld aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) umso wichtiger. Doch während digitales Bezahlen auf dem Vormarsch ist, droht Bargeld ein Abwärtstrend.</p>
<p>Provisionen können die Qualität von Finanzanlagen aus Verbrauchersicht negativ beeinflussen: Oft werden teure und unflexible Finanzanlagen verkauft. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) macht sich bereits seit Jahren für ein Provisionsverbot beim Verkauf von Finanzanlageprodukten stark. Die Europäische Kommission hat entgegen ursprünglicher Pläne nun eine Strategie vorgelegt, die nur ein teilweises Provisionsverbot vorsieht. Beim Vertrieb von Fonds und Lebensversicherungen sollen Provisionen weiterhin möglich bleiben. Der vzbv hält die Pläne der EU-Kommission für unzureichend. Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim vzbv, kommentiert.</p>
<p>Die Bundesregierung schafft mit der Änderung des Zahlungskontengesetzes die rechtlichen Grundlagen für einen verbrauchergerechteren Betrieb einer Vergleichswebsite für Zahlungskonten. Die Vergleichswebsite soll von der BaFin betrieben werden, und alle Anbieter von Zahlungskonten müssen die relevanten Daten an die BaFin melden.</p>
<p>Bargeld bleibt auch in Zeiten von Girocard, Klarna und PayPal systemrelevant: Nur dank Bargeld können Menschen einkaufen und die betroffenen Einzelhändler das Geschäft aufrechterhalten, wenn die digitale Technik versagt. Bargeld hat aber noch weitere Qualitäten und die Mehrheit der Verbraucher:innen wünscht sich, dass es als Zahlungsmittel erhalten bleibt. </p>
<p>Die gestiegenen Lebenshaltungskosten sind der Hauptgrund für ein überzogenes Konto und die Nutzung von teuren Überziehungskrediten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der Marktbeobachtung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Demnach hat etwa jede:r siebte Verbraucher:in von Anfang September bis Anfang Dezember 2022 einen Dispokredit genutzt – knapp die Hälfte gab als Grund dafür die gestiegenen Lebenshaltungskosten an. Der vzbv sieht darin eine Überschuldungsgefahr für Verbraucher:innen und fordert die Politik zum Handeln auf.</p>