Konsumentenkredite in der Krise

Aufgrund der derzeitigen COVID-19-Pandemie befürchten diverse Expertinnen und Experten Kreditausfälle. Kurarbeit kann zwar Einkommensausfälle abmildern, dennoch können die verringerten Einkommen dazu führen, dass Zahlungsverpflichtungen über einen längeren Zeitraum womöglich nicht mehr wie geplant eingehalten werden können. Dr. Sally Peters stellt hierzu fest: „Viele Menschen wird die Krise erst verzögert treffen. In einigen Branchen und Unternehmen greift Kurzarbeit wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten“, hinzukomme zudem: „Und wer jetzt schon wenig Geld hat, dem fällt es schwer, vorzusorgen.“ Zwar sind Instrumente wie die Darlehensstundung wichtige Instrumente, sie verschaffen allerdings nur vorübergehende Entlastung, denn es verschiebt sich nur der Zahlungszeitpunkt und nicht bei allen Betroffenen kann bis dahin mit einer verbesserten Einkommenssituation gerechnet werden.

Der Beitrag Konsumentenkredite in der Krise erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

Warnung vor Überschuldung und Kritik an zu hohen Dispozinsen während Corona

In einem heute erschienen Artikel des Spiegels zur Kritik der Bürgerbewegung Finanzwende an zu hohen Dispozinsen der Banken, gerade während der Corona-Krise weißt der Autor außerdem auf die Warnung des Instituts für Finanzdienstleistungen hin, dass Privathaushalten zunehmend wachsenden Überschuldung aufgrund der derzeitigen Krisensituation droht. Das vom Bundestag beschlossene dreimonatige Aussetzen von Kreditraten gilt bspw. nicht für Dispokredite, bemängelt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Der Beitrag Warnung vor Überschuldung und Kritik an zu hohen Dispozinsen während Corona erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

BMJV beauftragt iff mit der Evaluierung der Entwicklungen im Bereich der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen

Im Rahmen des Projekts sollen die Entwicklungen im Bereich der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen in Deutschland seit Geltung der neuen Vorschriften im KWG und im BGB untersucht werden.

Hierbei werden Struktur und Praxis der Kreditwürdigkeitsprüfung in Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen durch die Kreditinstitute sowie deren Bewertung untersucht, um festzustellen, ob die Kreditwürdigkeitsprüfung in der Praxis das Ziel erreicht, Verbraucherinnen und Verbraucher effektiv vor überfordernden Finanzierungen zu schützen.

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter Rott, Prof. Dr. Petra Buck-Heeb, Jun. Prof. Claire Feldhusen, Prof. Dr. Ulrich Fritsche und Prof. Dr. Ingrid Größl.

Die Erhebungen beginnen im Sommer 2020, im Frühsommer 2021 erfolgt die Übergabe des Schlussberichts an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Helena Klinger.

 

Der Beitrag BMJV beauftragt iff mit der Evaluierung der Entwicklungen im Bereich der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

Stundung von Konsumenten- und Immobilienkrediten

Im Zuge des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19 Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht können Verbraucherdarlehensverträge, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden, bis zum 30. Juni 2020 gestundet werden. Dr. Sally Peters weist in zwei aktuellen Artikel in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau aber darauf hin: „Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass Stundung eben nur einen Aufschub bedeutet.“ Es sollte genau abgewogen werden, ob das Stundungsangebot in Frage kommt und zu welchen Bedingungen die Stundung gewährt wird. Da das Gesetz nicht einige Unschärfen hat, verlangen beispielsweise einige Banken Zinsen. Es ist aufgrund der mittel- und langfristigen Folgen schon jetzt davon auszugehen, dass die Stundungsfrist bis zum 30. Juni nicht ausreicht.

Der Beitrag Stundung von Konsumenten- und Immobilienkrediten erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

Minikredite zu Maxikosten: So hoch ist der Preis für zusätzliche finanzielle Freiheit

Blitzkredite sind auch bekannt unter den Begriffen Sofort-, Kurzzeit-, Minikredit oder Instant Lending. Es handelt sich hierbei um Kredite mit kleineren Beiträgen und kurzer Laufzeit. Kredite unter 200 Euro sowie Kredite, die innerhalb von drei Monaten zurückzuzahlen sind und für die nur geringe Kosten vereinbart sind, gelten nicht als Verbraucherdarlehen. Im Gesetz steht allerdings nicht, wie hoch diese „geringen Kosten“ sein dürfen. Es besteht eine rechtliche Grauzone.

Kosten und Zinsen sollten daher vor einer Kreditaufnahme genau geprüft werden. Dr. Sally Peters, Direktorin des instituts für finanzdienstleistungen e.V., weist auf die Risiken des Kredites hin: „Derartige Kredite stehen zunehmend zur Debatte, ob sie Überschuldungstreiber sind. Dies gilt insbesondere für die Fälle, in denen ein Kredit von Interessenten besonders schnell gewünscht wird – weil eben ein aufgetretenes Zahlungsdefizit schnell zu begleichen ist.“

Der Beitrag Minikredite zu Maxikosten: So hoch ist der Preis für zusätzliche finanzielle Freiheit erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

Verantwortliche Ratenkreditvergabe: Konzeption und ihre Umsetzung im europäischen und deutschen Recht

iff-Discussion-Paper 2019/3 von Prof. Dr. Ingrid Größl und Dr. Sally Peters.

Wesentliche Komponenten einer verantwortlichen Kreditvergabe sind ein angemessenes Beratungsgespräch, faire Konditionen und eine Unterstützung durch die Bank in Phasen des Zahlungsverzugs. Der Gesetzgeber legt den Fokus auf Informationspflichten und die Pflicht zu einer angemessenen Kreditwürdigkeitsprüfung als Teil des Beratungsgesprächs. Bei Ratenkrediten lässt er den Banken jedoch einen Gestaltungsspielraum. Wir skizzieren die Ergebnisse eines deutschlandweit durchgeführten Kredittests, die unter den getesteten Banken eine unzureichende Erfassung der Bonität der Verbraucherin bzw. des Verbrauchers, Wucherzinsen und Restschuldversicherungen als Voraussetzung für die Kreditvergabe vorfinden und somit Belege für eine unverantwortliche Kreditvergabe liefern. Als Ausweg wird eine Rückkehr zum relationalen Banking unter Nutzung der künstlichen Intelligenz diskutiert.

 

Der Beitrag Verantwortliche Ratenkreditvergabe: Konzeption und ihre Umsetzung im europäischen und deutschen Recht erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..

Günstige Kredite derzeit leicht aufgenommen – Welche Informationen schützen vor der Leichtfertigkeit?

Einen günstigen Kredit zu bekommen ist zurzeit verhältnismäßig leicht. Es handelt sich dabei insbesondere um die beliebten Konsumkredite. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist hier Vorsicht geboten, denn der leichte Zugang und die teils irreführenden Informationen, mit denen die Kredite beworben werden, bringen Risiken mit sich. Theresa Dräbing schreibt in ihrem Beitrag in der Frankfurter Rundschau darüber, worauf bei der Kreditaufnahme geachtet werden sollte.

Genaue Prüfung des Angebots

Wer sich für ein Angebot interessiert, sollte dringend gründlich die Kennzahlen des Angebots prüfen. Oftmals sind die Kredite nicht so günstig, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Das kann etwa daran liegen, dass sich das Angebot an Personen mit einer hohen Bonität richtet und Personen mit geringerer Bonität draufzahlen. Auch Restschuldversicherungen müssen in das Angebot noch mit einberechnet werden, da sie im Effektivzins meist nicht einkalkuliert sind. Dabei ist zu beachten, dass Restschuldversicherungen nicht in allen Fällen sinnvoll sind. Aus Verbraucherschutzperspektive werden Restschuldversicherungen bereits vermehrt kritisiert. Hinzu kommt, dass sich Kredite mit längerer Kreditlaufzeit oftmals verteuern. Sally Peters, Geschäftsführerin des iff, empfiehlt daher, dass die Kreditlaufzeit die Nutzungsdauer des finanzierten Konsumproduktes nicht überschreiten sollte.

Genaue Prüfung der eigenen Situation

Einige Anbieter werben damit, dass sie Kredite an Personen vergeben, die bei einer Bank keinen Kredit bekommen würden. Zudem ist im Nachhinein schwer nachzuweisen, ob eine umfassende Bonitätsprüfung seitens des Kreditgebers stattgefunden hat. Daraus ergibt sich: Die Selbsteinschätzung der Kreditnehmenden ist besonders wichtig. Wird der Kredit wirklich benötigt? Kann die Anschaffung gegebenenfalls verschoben und durch Ersparnisse finanziert werden? Lässt das Budget eine regelgemäße Ratenabzahlung zu, auch wenn unerwartete Ereignisse eintreffen?

Dem Risiko ausweichen

Durch den schnellen Zugang zu den günstigen Krediten, die oftmals auch online aufgenommen werden können, verkürzt sich die Bedenkzeit. Dadurch können oben genannte Prüfungsprozesse zu kurz kommen. Dafür hat die Online-Kreditvergabe an anderen Stellen auch Vorteile. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher gilt, sich – trotz der leichten Zugänglichkeit und geringen Kosten – ausreichend Bedenkzeit für die genaue Prüfung der Angebote und der eigenen finanziellen Situation zu lassen.

Der Beitrag Günstige Kredite derzeit leicht aufgenommen – Welche Informationen schützen vor der Leichtfertigkeit? erschien zuerst auf iff - institut für finanzdienstleistungen e.V..