Stellungnahme der AG SBV zur Umsetzung der EU-Verbraucher-kreditrichtlinie bei der Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume im Landtag NRW

Am 02. März 2026 fand die Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume (Landtag Nordrhein-Westfalen) zum Tagesordnungspunkt „EU-Verbraucherkreditrichtlinie umsetzen und Versprechen aus dem eigenen Koalitionsvertrag erfüllen: Zugang zu Schuldnerberatung endlich sicherstellen!“ statt. Roman Schlag (Sprecher der AG SBV) war als Sachverständiger für die AG SBV geladen. In diesem Beitrag […]

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Gemeinsamer Appell an die Bundesregierung: Bargeld soll zukunftsfest gemacht werden!

In einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung fordern Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts-, und Wirtschaftsverbände, dass Bargeld zukunftsfest gemacht werden soll. Denn für Verbraucher:innen in Deutschland wird es immer schwieriger, mit Bargeld zu bezahlen und überhaupt Zugang zu Bargeld zu erhalten. An Selbstbedienungskassen ist oft nur Kartenzahlung möglich, manche Geschäfte lehnen Bargeld sogar vollständig ab. Wichtige Angebote […]

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Forum Junge Schuldnerberatung

Am Mittwoch, 03.06.2026, findet in der Zeit von 09:00 bis 13:00 Uhr das nächste Forum Junge Schuldnerberatung statt. Herzlich eingeladen sind alle Beratungskräfte aus Sachsen, die bis zu drei Jahren in der Schuldnerberatung beschäftigt sind.

Im ersten Teil des Forums wird dem Austausch viel Raum gegeben. Der zweite Teil steht für Ihre Fragen offen. Bitte reichen Sie Ihre Fragen und Fälle zeitnah an die Landesfachstelle ein. Bitte beachten Sie aber, dass die Landesfachstelle keine Rechtsberatung anbietet.

Das Forum findet in der Landesfachstelle, Dresdner Straße 38 b in Chemnitz statt.

Bitte melden Sie sich mit unten stehendem Formular bis 20.05.2026 an. Das Forum findet bei einer Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen statt.

PS für Beratungskräfte, die schon länger dabei sind: Gern können Sie die folgenden Foren mit Ihrer Expertise inhaltlich und organisatorisch unterstützen.

Vollständige Meldung bei der LFS Sachsen

BAG-SB beteiligt sich an der Entwicklung eines KI-gestützten Chatbots für die Schuldenberatung

Berlin, 9. April 2026 – Die BAG-SB unterstützt die Entwicklung des ersten KI‑basierten Chatbots in Deutschland, der künftig Ratsuchenden den Zugang zur Schuldenberatung erleichtern soll. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem institut für finanzdienstleistungen (iff), der SCHUFA sowie den Partnern Birds on Mars und der delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH entsteht ein Prototyp eines KI-basierten Tools, der die persönliche Beratung in den Beratungsstellen sinnvoll ergänzen soll. Delphi ist unter anderem für die Entwicklung des KI‑Tools „SuchtGPT“ bekannt.

Digitale Unterstützung für Ratsuchende

Die Nachfrage nach Schuldenberatung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, gleichzeitig sehen sich Ratsuchende häufig mit langen Wartezeiten konfrontiert. Der geplante KI‑Chatbot soll den Zugang zur Beratung niedrigschwelliger gestalten und Ratsuchenden bereits vor dem persönlichen Kontakt eine erste Hilfestellung bieten.

Die Idee orientiert sich an Erfahrungen aus KI-basierten Unterstützungsangeboten wie „SuchtGPT“. Ziel ist es, Ratsuchenden kostenfrei erste fachliche Informationen bereitzustellen, Orientierung zu geben und emotionale Entlastung zu bieten. Dazu gehören unter anderem die Beantwortung von allgemeinen Fragen zur Schuldenberatung und Hilfestellungen bei Fragen rund um den Bereich Existenzsicherung. Zentrale Themen sind Probleme bei der Erfüllung laufender Verpflichtungen, einschließlich Miet- und Stromschulden, Unterhaltszahlungen für Kinder sowie Rückstände bei der Zahlung von Kreditraten. Besondere Aufmerksamkeit gilt Personen, die mit Kontosperren, Wohnungskündigungen oder Energiesperren konfrontiert sind. Ergänzend vermittelt das Tool Informationen zu Schuldenberatungsangeboten.

In Vorbereitung auf einen Termin bei der Schuldenberatung informiert das Tool Ratsuchende zum Umgang mit Gläubigern und Inkassounternehmen, unterstützt u. a. mit Informationen zu Pfändungsmöglichkeiten, sowie dem Insolvenzverfahren. Darüber hinaus erhalten Ratsuchende dabei Unterstützung, sich einen Überblick über ihre finanzielle Gesamtsituation zu verschaffen.

Entlastung für Beratungsstellen

Neben der Unterstützung Ratsuchender soll das Tool auch Beratungsstellen entlasten. Digitale Schritte wie Unterstützung beim Einholen und Vorbereiten von Unterlagen können Wartezeiten sinnvoll überbrücken und Prozesse effizienter machen – insbesondere im Kontext der Vorbereitung auf ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Die Entwicklung reagiert zudem auf strukturelle Herausforderungen: Die Finanzierung qualifizierter Schuldenberatung ist in vielen Bundesländern nicht langfristig gesichert. Gleichzeitig erhöht die Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie den Bedarf an flächendeckenden, kostenfreien Angeboten weiter.

Wissenschaftliche Begleitung und Rollenverteilung

Die Entwicklungs- und Testphase ist für das erste Halbjahr 2026 angesetzt.

  • Die SCHUFA übernimmt die Finanzierung des Prototyps in Höhe von 80.000 Euro. Ergänzt wird dieser Betrag durch Mittel des SCHUFA-Verbraucherbeirats in Höhe von knapp 10.000 Euro.
  • Das institut für finanzdienstleistungen (iff) verantwortet die fachliche Ausarbeitung der Inhalte sowie die Durchführung und Auswertung der Testphase.
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB) stellt ihr Praxiswissen in der Schuldenberatung in enger Zusammenarbeit mit dem iff zur Verfügung.
  • Der Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing (Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf) begleitet und koordiniert den Gesamtprozess wissenschaftlich.
  • Birds on Mars und delphi stellen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Entwicklung anderer KI-Tools zur Verfügung.

Für Presseanfragen zu dem Kooperationsprojekt wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der SCHUFA, die alle Anfragen koordiniert.

Vollständige Pressemitteilung “BAG-SB beteiligt sich an der Entwicklung des ersten KI-gestützten Chatbots für die Schuldenberatung in Deutschland” (PDF)

ARD-Mitmachaktion #besserwohnen: Abschlussdoku zur Mietkrise am 31. März 2026

Bezahlbares Wohnen bleibt für viele Menschen eine der drängendsten sozialen Fragen. Mit der Mitmachaktion #besserwohnen sammelt die ARD Erfahrungen von Mieterinnen und Mietern und macht sichtbar, wo die größten Probleme auf dem Wohnungsmarkt liegen. Die Abschlussdokumentation „#besserwohnen – Wie stoppen wir die Mietkrise?“ läuft am Dienstag, 31. März 2026, um 22:50 Uhr im Ersten und ist auch in der ARD Mediathek angekündigt.

Die BAG-SB begrüßt, dass die Mietkrise erneut öffentlich aufgegriffen wird. Hohe Wohnkosten verschärfen für viele Haushalte die finanzielle Belastung und können Überschuldung begünstigen. Die Dokumentation greift Erfahrungen aus der ARD-Mitmachaktion auf und fragt danach, welche Ansätze Wohnen wieder bezahlbarer und verlässlicher machen können.

Termin vormerken: ARD-Story „#besserwohnen – Wie können wir die Mietkrise stoppen?“ am Dienstag, 31. März, um 22:50 Uhr im Ersten und in der ARD Mediathek.

Aktionsseite unter ard.de/besserwohnen 

8,4 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2025 als im Vorjahr

Das Statistische Bundesamt meldete letzten Freitag:

„Im Jahr 2025 gab es 77 219 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 8,4 % mehr als im Vorjahr. Im Dezember 2025 erfassten die Amtsgerichte insgesamt 6 278 Verbraucherinsolvenzen und damit 12,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. (…)

Detaillierte Ergebnisse bieten die Tabellen 52411 (Insolvenzen) in der Datenbank GENESIS-Online sowie die Themenseite „Gewerbemeldungen und Insolvenzen“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.“

Quelle: Pressemitteilung Nr. 085, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_085_52411.html

§§ 41f, 41g Energiewirtschaftsgesetz (EnWG): neue Regeln zu Energiesperren wegen Zahlungsverzug

Hier der Hinweis, dass die diversen Regeln zu den Energiesperren (StromGVV / GasGVV) durch die §§ 41f Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ersetzt wurden und zwar durch das „Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts zur Stärkung des Verbraucherschutzes im Energiebereich sowie zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften“, BGBl. 2025 I Nr. 347 vom 22.12.2025

Es lohnt sich die sorgfältige Lektüre des Gesetzestextes:

Nach den Absätzen 3 und 4 des § 41g EnwG hat der Grundversorger unverzüglich Kontakt mit dem örtlich zuständigen Sozialhilfeträger aufzunehmen, wenn der Kunde eingewilligt hat. Mit der Androhung einer Unterbrechung hat der Grundversorger dem Haushaltskunden den Vordruck einer Erklärung zur Einwilligung in die Kontaktaufnahme zum örtlich zuständigen Sozialhilfeträger zu übersenden.