28. September 2026 vzbv-Marktcheck zu Energiesperren: Hohe Kosten belasten Verbraucher*innen

Energiesperren betreffen eine wachsende Zahl an Verbraucher*innen. Ein Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt deutliche Preisunterschiede für die Sperrung und Entsperrung eines Strom- und Gasanschlusses. Die Untersuchung zeigt außerdem Defizite bei Transparenz und Vergleichbarkeit: So sind Preisblätter mitunter schwierig auffindbar oder Kostenpositionen werden uneinheitlich dargestellt. Für Verbraucher*innen kann dadurch unklar bleiben, welche tatsächlichen Kosten im Falle einer Sperre entstehen. Die Verbraucherschützer fordern präventive Schutzmechanismen und eine flächendeckende Stärkung der Verbraucherrechte bei Energiesperren. Quelle und weitere Infos:

28. September 2026 Sozialbericht NRW 2026

Der Fokus des neuen Sozialberichts NRW wurde gezielt auf die Themen Einkommen, Vermögen, Armut und Reichtum gelegt (Abschnitt II des Berichts). Zum Thema Überschuldung sind die Daten von Creditreform (2025), der Überschuldungsstatistik (2024) sowie der Insolvenzstatistik des Landes herangezogen (S. 67 ff.). Kommunen und Freie Wohlfahrt haben Raum für ein eigenes Kapitel bekommen (Abschnitt III).

Erneute Diskussion um die Schutzgrenzen des § 67c Genossenschaftsgesetz

Bekanntlich hat die Bundesregierung einen neuen Anlauf bezüglich des § 67c GenG genommen und will diese auf 3.000 Euro anheben. In der letzten Sitzung hat der Bundesrat dazu Stellung genommen und seine Haltung, dass dies unzureichend ist, erneut vorgebracht.

Aus den Empfehlungen der Ausschüsse, Br-Drucksache 459/1/26:

„Der Änderungsvorschlag zielt auf eine vollständige Sicherung selbstgenutzter genossenschaftlicher Mietwohnungen ab, indem die Pflichtanteile, welche Voraussetzung für die Nutzung der Wohnung sind, vom Kündigungsrecht des Insolvenzverwalters ausgenommen werden. Damit dient der Änderungsvorschlag effektiver dem Ziel der Wohnungssicherung und Vermeidung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit als die im Gesetzentwurf enthaltene Anpassung der Obergrenze nach § 67c Absatz 1 Nummer 2 2. Alternative GenG. Insofern handelt es sich um eine Rechtsänderung im Sinne der im Koalitionsvertrag für diese Legislaturperiode verankerten Ziele, die Ursachen drohender Wohnungslosigkeit zu beseitigen und bis zum Jahr 2030 Obdach- und Wohnungslosigkeit zu überwinden, sowie des zu diesem Zwecke erarbeiteten Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit.

Frühstartrente: Von Anfang an richtig

<p>Die geplante Frühstartrente kann den Einstieg in die private Altersvorsorge erleichtern. Und sie kann Kinder und Eltern beim Aufbau von Finanzwissen unterstützen. Damit die Frühstartrente diese Ziele erreichen kann, sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband noch Verbesserungsbedarf. </p>

Bundestag und Bundesrat stimmen Einigungsvorschlag zum SchuBerDG zu

Der Bundestag hat heute (25.09.2026) nach 15-minütiger Aussprache den Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat zum Gesetz über den Zugang zu Schuldnerberatungsdiensten für Verbraucher (Schuldnerberatungsdienstegesetz) angenommen (siehe unsere Meldung von gestern). Für den Einigungsvorschlag stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD, dagegen die Oppositionsfraktionen AfD, B...

Jahresfachtagung Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung 2026

Am Montag, den 09.11.2026, findet von 09:30 bis 16:30 Uhr die Jahresfachtagung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung Sachsen in Dresden statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Es erwarten Sie interessante Vorträge zu aktuellen Themen – wie Sie dem Programm entnehmen können.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten Sie, sich bis zum 26.10.2026 anzumelden unter:

Vollständige Meldung bei der LFS Sachsen

Schuldnerberatungsdienstegesetz: Vermittlungsausschuss verschärft Probleme der Schuldenberatung statt sie zu lösen  

Wie angekündigt hat gestern Abend der Vermittlungsausschuss zum Schuldnerberatungsdienstegesetz getagt. Es wurde eine Einigung erzielt. Siehe

Diese Einigung muss noch vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden. Es ist zu hoffen, dass dies nicht geschieht, denn die Einigung wäre ein großer Rückschritt und ein schwarzer Tag für die Schuldnerberatung.

Hier die PM der BAG-SB von heute Morgen:

Schuldnerberatungsdienstegesetz: Vermittlungsausschuss verschärft Probleme der Schuldenberatung statt sie zu lösen  

„Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich gestern auf ein Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG) in einer neuen Fassung verständigt. Aus Sicht der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. (BAG-SB) die Einigung ein großer Rückschritt gegenüber dem zuvor vom Bundestag beschlossenen Gesetz. Die BAG-SB fordert Bundestag und Bundesrat deshalb auf, diesem Ergebnis nicht zuzustimmen. 

„Die Fachlichkeit ist bei dieser Einigung offenbar unter die Räder gekommen. Im Bundestag wurde nach intensiver Beratung erkannt, warum verbindliche Qualität und Kostenfreiheit für einen funktionierenden Zugang zur Schuldenberatung unverzichtbar sind. Diese Erkenntnisse jetzt wieder zurückzudrehen, während gleichzeitig mehr Menschen in die Beratung verwiesen werden sollen, ist für uns nicht nachvollziehbar. Zudem steht die Einigung im Widerspruch zum Koalitionsvertrag, in dem die Regierungsparteien vereinbart haben, gemeinsam mit den Ländern die kostenlose Schuldnerberatung zu stärken“, erklärt Ines Moers, Geschäftsführerin der BAG-SB. 

Statistik der Verbraucherinsolvenzberatung 2025

Im Jahr 2025 haben die nach § 305 InsO geeigneten und geförderten Stellen in Sachsen Verbraucherinsolvenzberatung (VIB) flächendeckend in allen Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten. Den Beratungsstellen wird immer wieder ihre qualitativ hochwertige Arbeit bestätigt, die sich nicht zuletzt auch in den Zahlen widerspiegelt. Stellvertretend hierfür der Auszug aus einer Stellungnahme von Sebastian Andrä, Richter am Amtsgericht Leipzig: „Die Beratungsstellen unterstützen – wie dies aus den beim Insolvenzgericht vorgelegten Formularanträgen entnommen werden kann – dabei, die bestehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umfassend zusammenzutragen, zu strukturieren und auch zu belegen. Sie nehmen, soweit dies von hier aus beurteilt werden kann, die gesetzliche Verpflichtung zu eingehender Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Schuldners tatsächlich ernst. Dadurch kann der Ermittlungsaufwand für die Richterinnen und Richter am Amtsgericht Leipzig in Eröffnungsverfa…

Vollständige Meldung bei der LFS Sachsen